Preiskalkulation
Aus Buhl Unternehmerwiki
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In meiner Preispolitik bin ich flexibel. Bietet die Konkurrenz billiger an, unterbiete ich den Preis. Kalkulieren kann man das nicht. Wozu sollte das auch gut sein? |
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| Natürlich ist es wichtig, dass Sie Ihre Mitbewerber im Blick haben. Aber wenn Sie Ihre Preise allein an denen der Konkurrenz ausrichten, werden Sie vielleicht höhere Umsätze erzielen, aber möglicherweise nicht mehr auf Ihre Kosten kommen. Vermeiden können Sie dies durch eine sorgfältige Preiskalkulation. Das ist zwar nicht ganz einfach, aber eines der wichtigsten unternehmerischen Instrumente überhaupt. |
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Bevor Sie mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung an den Markt gehen, sollten Sie deren Preis kalkulieren. Dabei spielen drei grundsätzliche Fragen eine entscheidende Rolle:
In der Regel erfolgt die Preiskalkulation über die sogenannte Zuschlagskalkulation. Planen Sie zunächst Ihre Absatzmenge und ermitteln Sie Ihre Kosten. Dazu gehören zum einen die fixen Kosten (oft auch „Gemeinkosten“ genannt), die unabhängig vom Umsatz anfallen, darunter Personalkosten, Miete, Versicherung. Hinzu kommen die variablen Kosten (auch als „Einzelkosten“ bezeichnet), die mit der Absatzmenge variieren. Beispiele: Einkauf von Rohmaterial, fertigen oder halbfertigen Erzeugnissen, Einsatz freier Mitarbeiter. Aus der Relation von fixen und variablen Kosten ergibt sich der Zuschlagsatz auf die variablen Kosten, der nötig ist, um kostendeckend zu arbeiten. Dieser Preis ist zwar ein erster Anhaltspunkt, lässt sich aber nicht immer am Markt durchsetzen. Um flexibel reagieren zu können, sollten Sie die Deckungsbeitragsrechnung anwenden: Kalkulieren Sie pro Warengruppe, Stück, Stunde oder Auftrag, was nach Abzug der variablen Kosten (umsatzabhängig) übrig bleibt. Von diesem Deckungsbeitrag sollten Sie zumindest Ihre Fixkosten (umsatzunabhängig) begleichen können. |
Software & Internettools
Eines von zahlreichen Beratungsmodulen, die das Bundeswirtschaftsministerium bietet, be-steht aus dem Software-Angebot. Beispiel: das aktuelle „Softwarepaket für Gründer und junge Unternehmer 9.0“ (für Windows XP und Vista). Das Programm hilft Ihnen, genau den Preis zu finden, den Ihre Kunden bereit sind zu bezahlen und der Ihre Kosten deckt bzw. Ihnen Gewinn einbringt. Schritt für Schritt ermitteln Sie Ihre betrieblichen Fixkosten, Ihre effektiv verrechenbaren Arbeitsstunden pro Monat und Ihren Mindeststundensatz. Darauf kommt als Aufschlag Ihr gewünschter Gewinn: Ergebnis ist Ihr Stundenverrechnungssatz, der, ergänzt um die Mehrwertsteuer, Ihren Angebotspreis pro Arbeitsstunde ergibt (Quelle: Servicelink 02-15-06).
Hier erfahren Sie mehr
- Wikipedia: Mischkalkulation (Servicelink 02-15-01)
- GründerZeiten Nr. 28: Preisgestaltung (Servicelink 02-15-02)
- Grundlagen der Preiskalkulation (Servicelink 02-15-03)
- ABC-Analyse: Anwendung, Vorgehensweise und zu ziehende Konsequenzen (Servicelink 02-15-04)
- Johanna Härtl: Kalkulation und Kostenrechnung (14,95 Euro) (Servicelink 02-15-05)
