Kundendatenbank

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Ich habe in den letzten Wochen nach einer erfolgreichen Aktion Hunderte von Anfragen erhalten – interessante und weniger interessante. Was mache ich jetzt mit den Kundenadressen? Wie nutze ich die neuen Kontakte am effektivsten?

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Herzlichen Glückwunsch, Sie halten einen kleinen Schatz in Ihren Händen. Aus den Anfragen können sich eine ganze Reihe von Aufträgen entwickeln. Sie müssen jedoch schnell reagieren und die Kunden ansprechen, so lange die Erinnerung an den Kontakt mit Ihnen noch frisch ist. Man spricht von „heißen“ oder „warmen“ Kontakten, die jedoch schnell „erkalten“ können. Priorisieren Sie die Kontakte, finden Sie die geeignete Art der Ansprache und erfassen Sie die Daten in Ihrer Kundendatenbank für spätere Marketingaktionen.




Sie haben es selbst schon gesagt: Einige Anfragen sind interessanter als andere. Da Sie nicht allen Kontakten nachgehen können, müssen Sie ermitteln, wen Sie im nächsten Schritt persönlich ansprechen und wen Sie effizient mit einem Serienbrief oder -mail kontaktieren. Bewerten Sie die Kontakte nach dem potenziellen Auftragswert und nach der Wahrscheinlichkeit eines Abschlusses. Wenn Sie diese beiden Größen miteinander multiplizieren, erhalten Sie den Erwartungswert, sozusagen den Wert eines Kontakts. Anfragen, bei denen der Auftrag bereits feststeht oder die aus anderen Gründen sehr konkret sind, weisen dabei eine höhere Abschlusswahrscheinlichkeit auf. Anfragen ohne konkreten Kaufzeitpunkt und solche, bei denen viele Wettbewerber befragt werden, sind dagegen weniger interessant. Führen Sie auf jeden Fall eine ABC-Analyse durch.

Aufzählung

  • A-Kontakte: Meist nur fünf bis zehn Prozent der Anfragen, auf diese sollten Sie aber mindestens 50 Prozent Ihrer Zeit und Aufmerksamkeit richten. Rufen Sie sie baldmöglichst an und vereinbaren Sie ggf. ein Treffen.
  • B-Kontakte: Mehr als 50 Prozent der Anfragen fallen in diese Kategorie. Hier könnte sich durchaus interessantes Geschäft entwickeln, Sie sollten den Kontakt auf jeden Fall „warm halten“. Es reicht aber aus, den Kunden zunächst schriftliche Informationen zukommen lassen. Wenn Sie die A-Kontakte abgearbeitet haben, können Sie diese Kunden in Ruhe durchtelefonieren. Ihre Gesprächspartner hatten dann genügend Zeit, um sich mit Ihren Informationen vertraut zu machen. Vielleicht haben sie sich in der Zwischenzeit schon aktiv bei Ihnen gemeldet und sind zu A-Kontakten geworden.
  • C-Kontakte: Die verbleibenden Anfragen sind wenig konkret oder von der Auftragshöhe herweniger interessant. Trotzdem sollten Sie die Daten der Kunden erfassen, um sie künftig erneut ansprechen zu können. Da diese Kunden aber jederzeit zu A-Kunden werden könnten, ist eine ebenfalls zuvorkommende Behandlung – wenn auch nicht so ausgeprägt – angebracht.

Unabhängig ob A-, B- oder C-Kunde: Sie sollten die Kontaktdaten aller Kunden sorgfältig in einer Datenbank erfassen. Je früher Sie damit beginnen, umso besser. Ansonsten enden Sie mit einer bunten Mischung aus Listen, Excel-Tabellen und anderen Verzeichnissen, die eine spätere Mailing-Aktion zum Alptraum machen. Wenn Sie eine Datenbank aufbauen, achten Sie zudem darauf, dass Sie die Kontakte qualifizieren und ihnen für Sie und Ihr Unternehmen wichtige Kundenkriterien zuordnen. Deren Anfragen zeigen oftmals die unterschiedlichen Interessen und Anforderungen, die an Sie und Ihr Produkt gestellt werden. Führen Sie wieder einmal eine Aktion durch, dann können Sie ganz gezielt diese potenziellen Kunden ansprechen.

Bei Verkaufs- und Werbeaktionen ist es wichtig, die Kunden entsprechend ihrer Neigungen, Wünsche, aber auch ihrer Kaufkraft anzusprechen. Bei Firmenkunden ist dies noch wichtiger, hier lassen sich auch weitaus mehr Zuordnungskriterien zur Unterscheidung festlegen. So können Sie neben den Adressen und den jeweiligen Ansprechpartnern Umsatzzahlen, Bestellverhalten, Zahlungsmoral und Ähnliches einspeichern. Jede noch so kleine Information kann helfen, das Kunden­management zu verbessern, sei es zwischen zwei Unternehmen oder einem Unternehmen und einer Privatperson.

Diese Art der Kundenpflege wird auch Customer Relationship Management, kurz CRM, genannt. Hier steht der Kunde im Mittelpunkt jedes unternehmerischen Handelns. Übrigens: Die Pflege bereits bestehender Kundendaten ist kostengünstiger als die ständige Suche und Gewinnung von Neukunden – auch wenn sie akribisches Arbeiten verlangt.



Checkliste: Die Daten Ihrer Kunden


  • Daten zum Unternehmen (Gründungsdatum, Anzahl Mitarbeiter, jährlicher Umsatz, sonstige Besonderheiten, etc.)
  • Vollständiger Name des gesetzlichen Vertreters des Unternehmens (Eigentümer, Geschäftsführer etc.)
  • Private Daten des gesetzlichen Vertreters (Geburtstag, Hochzeitstag, Anzahl Kinder, Hobbys, Vegetarier, gesundheitliche Probleme, Antialkoholiker, private Vorlieben etc.)
  • Ansprechpartner mit privaten Daten
  • Internet-Adresse
  • E-Mail-Adressen


Hilfreich sind zudem folgende Einträge:

  • Bereits abgeschlossene Geschäfte
  • Abgegebene Angebote
  • Abgelehnte Angebote mit Gründen
  • Besonderheiten beim Umgang mit dem Kunden (möchte nicht vor 9:00 Uhr angerufen werden, möchte selbst über alles informiert werden, etc.)



Software & Internettools

Durch den Einsatz einer guten CRM-Software haben Sie die Möglichkeit, die vielen Informationen rund um Ihre Kunden so aufzubereiten, dass Sie sie zum Beispiel für weitere Vertriebsaktionen nutzen können. Dafür ist COBRA-Software sehr zu empfehlen: Servicelink 05-10-07.


Hier erfahren Sie mehr

  • Wikipedia: ABC-Analyse (Servicelink 05-10-01)
  • Wikipedia: CRM (Servicelink 05-10-02)
  • IM Marketing Forum: So pflegen Sie Ihre Kundenadressen richtig (Servicelink 05-10-03)
  • Gerhard Raab u.a.: Customer Relationship Management (15 Euro) (Servicelink 05-10-04)
  • Hajo Hippner: Grundlagen des CRM (64,90 Euro) (Servicelink 05-10-05)
  • Nicolas Teles: Kundenbindung durch CRM (42 Euro) (Servicelink 05-10-06)
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