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Mithilfe der Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung ermitteln Sie, wo und wodurch in Ihrem Unternehmen (zu) hohe Kosten anfallen. So decken Sie unrentable Prozesse auf, die sich negativ auf Ihre Gewinnsituation niederschlagen.
Die Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung versetzt Sie beispielsweise in die Lage,
- temporäre Entwicklungen abzulesen: Verfolgen Sie, wie sich die Kosten im Lauf der Zeit entwickeln. Steigen die Kosten in bestimmten Bereichen überproportional an, so liegt der Verdacht nahe, dass es hier Schwachstellen gibt.
- Ihre Zahlen mit der Branche vergleichen: Sind die Kosten für vergleichbare Produkte in Ihrem Unternehmen höher als im Branchenschnitt, laufen Sie Gefahr, Marktanteile zu verlieren.
- Ihre Soll-Kosten mit Ihren Ist-Kosten zu vergleichen: Sind die tatsächlichen Kosten eines Bereichs höher als geplant, sollten Sie die Gründe dafür erforschen und nach Einsparpotenzialen fahnden.
Bevor Sie sich an die nächsten Schritte machen, sollten Sie zunächst die einzelnen Kostenträger definieren, das heißt überprüfen, wodurch die Kosten angefallen sind. Außerdem sollten Sie die Kosten innerhalb bestimmter Zeiteinheiten (Personalkosten im Januar, Instandhaltungskosten im ersten Quartal …) und Produktgruppen (Beispiel: Wie hoch sind Kosten für eine bestimmte Packungsgröße einer bestimmten Ware?) ermitteln.
Überproportional hohe Kosten sollten Sie immer als Anregung zum Nachdenken nehmen. Zu hohe Mietkosten können etwa Anlass sein, über einen Standortwechsel oder eine Untervermietung der Räume nachzudenken.
Um gezielt nach den Kostenverursachern zu forschen, sollten Sie zudem Ihren Geschäftsbetrieb nach Kostenstellen strukturieren. Wichtig ist, dass sich die Kostenstellen an der Organisation Ihres Unternehmens orientieren und so definiert sind, dass sich daraus aussagekräftige Daten und Vergleichsmöglichkeiten ableiten lassen. Ein Weg ist zum Beispiel die Aufteilung nach Prozessabläufen: Einkauf, Fertigung, Verwaltung, Vertrieb, Forschung und Entwicklung. Alternativ dazu können Sie nach örtlichen Aspekten (Filiale A, Filiale B) oder nach Verantwortungsbereichen (Abteilungsleiter A, Abteilungsleiter B) differenzieren. Sind die Personalkosten beispielsweise in einem bestimmten Bereich überproportional hoch, deutet dies möglicherweise darauf hin, dass dort zu viel unproduktive Arbeit verrichtet wird.
Es gibt aber auch Kosten, die generell im Unternehmen anfallen und nicht einem bestimmten Bereich oder Produkt zugeordnet werden können. Zu diesen sogenannten Gemeinkosten zählen beispielsweise Kosten für die Verwaltung, Reinigung oder Strom. Um diese Aufwendungen nach Kostenstellen erfassen zu können, wenden Sie einen sogenannten Umlageschlüssel an: Verteilen Sie die Kosten zum Beispiel anteilsmäßig nach Quadratmetern, der Mitarbeiterzahl oder dem prozentualen Umsatzanteil eines bestimmten Bereichs.
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