Fördermittel

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Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin der einzige Unternehmer, der ohne Beihilfen auskommt: Welche Fördermittel kommen für mich infrage?

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Dass Sie bislang ohne Fördermittel ausgekommen sind, ist ein ausgesprochen gutes Zeichen: Manche Subventions-„Ritter“ verlieren vor lauter Fixierung auf öffentliche Beihilfen ihren eigentlichen Geschäftszweck aus den Augen. Hinzu kommt: Oft ist der Verwaltungsaufwand für die Bewilligung einer Beihilfe größer als der tatsächliche Nutzen. Behalten Sie also ruhig das Gespür für die reale Leistungsfähigkeit Ihres Betriebs!




Andererseits spricht grundsätzlich auch nichts dagegen, genau wie die Konkurrenz die bereitgestellten finanziellen Hilfen in Anspruch zu nehmen. Davon gibt es wahrlich nicht wenige: Allein in der Fördermitteldatenbank des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) finden sich inzwischen über tausend verschiedene Programme.

Um in diesem Förderdschungel nicht den Überblick zu verlieren, müssen Sie zunächst einmal zwischen den eher seltenen persönlichen Beihilfen für Unternehmer (wie dem Gründungszuschuss der Arbeitsagenturen) und den eigentlichen betrieblichen Fördermitteln unterscheiden. DieUnternehmensbeihilfen gibt es grob gesagt in Form von:

  • Zuschüssen (zum Beispiel die vollständige oder teilweise Übernahme von Weiterbildungs-, Beratungs- oder Lohnkosten),
  • zinsgünstigen und/oder vorübergehend tilgungsfreien Darlehen sowie
  • staatlichen Bürgschaften, Garantien und Beteiligungen (zum Beispiel Export-Kreditabsicherungen).


Einen Rechtsanspruch auf die Beihilfen gibt es normalerweise nicht. Ob und wenn ja welches Programm für Sie infrage kommt, hängt zum Beispiel von Ihrer Branche, Ihrem Standort, der Größe und dem Alter Ihres Unternehmens oder auch der Zahl der Mitarbeiter ab. Außerdem müssen Sie in aller Regel einen genau umrissenen Förderzweck erfüllen, also beispielsweise neue Arbeitsplätze schaffen, gefährdete erhalten, benachteiligte Mitarbeiter einstellen, Investitionen tätigen oder Innovationen an den Markt bringen. In vielen Fällen sind darüber hinaus Eigenkapital oder Eigenbeteiligungen erforderlich.

Wichtig: Ganz gleich, um welches Programm es geht – bevor Sie sich nach Zuschüssen, günstigen Darlehen oder Bürgschaften umschauen, sollten Sie Ihren betrieblichen Bedarf genau kennen. Sie suchen eine Förderung, die zur geplanten Entwicklung Ihres Betriebs passt – und nicht etwa umgekehrt.

Einige Programme sind aber auch dann sinnvoll, wenn Sie sich über die Perspektive Ihres Unternehmens noch nicht völlig im Klaren sind: So gibt es vielerorts Beratungs- und Coaching-Zuschüsse für Existenzgründer und junge Unternehmen. Vergleichen Sie deren Konditionen genau: Eine Kombination ist vielfach nicht möglich.



Die nächsten Schritte



Expertentipps:


  • Fördervielfalt kennenlernen, zum Beispiel BMWi-Förderdatenbank durchstöbern
  • Welche Programme passen grundsätzlich zu meinem Betrieb?
  • Welche Programme sind in meiner Region verfügbar?
  • Fördermittelexperten in Kammern und Verbänden ermitteln
  • Förderbedarf feststellen, am besten mithilfe geförderter Beratung und Coachings
  • Erfahrungen anderer Unternehmer abfragen
  • Konzept erstellen und Anträge besorgen
  • Gespräch(e) mit Bank(en) führen, falls nötig
  • Prüfen Sie vor wichtigen betrieblichen Entscheidungen, ob Sie die Voraussetzungen für Beihilfen erfüllen: Haben Sie bereits Fakten geschaffen, kommt eine nachträgliche Antragstellung meist zu spät.
  • Holen Sie sich fachkundige Unterstützung: Kammern, Berufs- und Branchenverbände helfen weiter. Beim BMWi gibt es sogar eine telefonische Förderhotline (030 18615-8000).
  • Lassen Sie sich bei der Bedarfsermittlung und Antragstellung von Fachleuten unterstützen.

Hier erfahren Sie mehr

  • Gründungszuschuss, Einstiegsgeld und Beratungsförderung (Servicelink 02-20-01)
  • BMWi: Förderprogramme im Überblick (Servicelink 02-20-02)
  • BMWI-Förderdatenbank (Servicelink 02-20-03)
  • KfW: Interaktiver Förderberater (Servicelink 02-20-04)
  • BMWi: Wirtschaftliche Förderung – Hilfen für Investitionen und Innovationen (PDF) (Servicelink 02-20-05)
  • IHK Berlin: Förderfibel (Servicelink 02-20-06)
  • Fördermittel-Portal (Servicelink 02-20-07)
  • KfW-Mittelstandsbank: Förderprogramme im Einzelnen (Servicelink 02-20-08)
  • Wabeco-Subventionslotse (Servicelink 02-20-09)
  • Stefan Rödel u.a.: Finanzplanung und öffentliche Fördermittel (15,90 Euro) (Servicelink 02-20-10)
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